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Der Ursprung der Super-Veloce-Tradition

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM: 28 Juli 2026   |   Sant’Agata Bolognese

55 Jahre Lamborghini Miura SV

Sant’Agata Bolognese, 28.07.2026 – Der Lamborghini Miura SV, der in diesem Jahr sein 55-jähriges Jubiläum feiert, setzte bei seiner Vorstellung im Jahr 1971 neue Maßstäbe im Hochleistungssportwagen-Segment. Als ultimative Weiterentwicklung des Miura begründete er die „Super Veloce“-Philosophie – eine Bezeichnung, die heute als Synonym für einige der begehrtesten und kompromisslosesten V12-Modelle von Lamborghini gilt.

Schon mit den frühen Versionen, dem Miura P400 (1966) und dem Miura S (1968), sammelt Automobili Lamborghini umfangreiche Erfahrungen mit dem ersten modernen Supersportwagen mit quer eingebautem V12-Mittelmotor.

Mit dem Lamborghini Miura SV entsteht 1971 die endgültige und logische Weiterentwicklung des Modells, das die Sportwagenwelt bereits grundlegend verändert hat. Insgesamt stellt der Miura SV bis 1973 die ausgereifteste Version des ursprünglichen Konzepts dar. Dabei verbindet der Miura SV das rohe, fast rennwagenähnliche Konzept des Originals mit besserer Beherrschbarkeit und Alltagstauglichkeit und bildet so die Krönung einer Ikone, die den Begriff „Supersportwagen“ überhaupt erst geprägt hat.

„Mit dem 1971 vorgestellten Miura SV präsentierte Lamborghini die Weiterentwicklung des Miura zu ihrem höchsten Ausdruck und führte eine Bezeichnung ein, die zu einem festen Bestandteil der Marken-DNA werden sollte“, sagt Stephan Winkelmann, Vorstandsvorsitzender und CEO von Automobili Lamborghini. „Super Veloce steht seitdem für die reinste Interpretation der Lamborghini-Leistung: eine Kombination aus gesteigertem Fahrgefühl, verbesserten dynamischen Fähigkeiten und einem unverwechselbaren Charakter. Seit dem Miura SV verkörpert daher jedes SV-Modell unser Bestreben, die Grenzen von Leistung und Fahrerlebnis kontinuierlich zu erweitern“, so Stephan Winkelmann weiter.

Der Miura, sowohl in der Standard- als auch in der S-Version, fährt sich spektakulär, doch sein faszinierendes und äußerst anspruchsvolles Fahrverhalten bietet Raum für Optimierungen in den Bereichen Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten und Motorschmierung. Lamborghini reagiert auf das Feedback seiner Testfahrer und Kunden mit einer konsequenten Weiterentwicklung des bestehenden Konzepts.

Ab 1971 konzentrieren sich die Ingenieure von Lamborghini darauf, die Stärken der bisherigen Weiterentwicklungen des Miura weiter zu verfeinern. Das Herzstück des Miura SV bildet der quer eingebaute 3,9-Liter-V12-Motor, dessen Entwicklung zu einer Leistung von 385 CV bei 7.850 U/min und einem Drehmoment von 388 Nm bei 5.500 U/min führt. Die gesteigerte Leistungsentfaltung in Verbindung mit zahlreichen Verbesserungen am Fahrwerk und an der Aerodynamik verbessert sowohl die Leistung als auch das Fahrverhalten im Vergleich zum Miura P400 und zum Miura S.

Der Miura SV beschleunigt in weniger als 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 290 km/h, was ihn zu einem der schnellsten Serienfahrzeuge seiner Zeit und zum ultimativen Ausdruck der Miura-Tradition macht. Aufbauend auf dem Maßstab, den der ursprüngliche Miura gesetzt hat, der seit Ende der 1960er Jahre die Leistungsstandards neu definierte, festigt der SV Lamborghinis Position an der Spitze des Supersportwagen-Segments weiter.

Eine der bedeutendsten technischen Änderungen am Miura SV betrifft – abgesehen von der Leistungssteigerung – die Schmierung: Während Motor und Getriebe in früheren Versionen über ein gemeinsames Ölkreislaufsystem verfügten, trennt Lamborghini diese Kreisläufe beim Miura SV voneinander. Diese Maßnahme verbessert die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit von Motor und Getriebe erheblich und stellt einen entscheidenden Entwicklungsschritt dar.

Gleichzeitig überarbeitet Lamborghini das Fahrwerk. Die Ingenieure verbreitern die hintere Spurweite, passen die Federung an und straffen das Fahrwerk insgesamt, ohne dabei den Fahrkomfort zu beeinträchtigen. Dadurch gewinnt der Miura SV insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten spürbar an Stabilität und lässt sich kontrollierter und präziser lenken. Eine für damalige Verhältnisse sehr leistungsstarke Bremsanlage mit belüfteten Scheibenbremsen sorgt für eine stabilere Verzögerung.

Auch äußerlich unterscheidet sich der Miura SV deutlich von seinen Vorgängern, ohne dabei die elegante und mittlerweile ikonische Silhouette zu beeinträchtigen. Die charakteristischen „Wimpern“ um die Scheinwerfer lassen die Designer weg, was der Front ein klareres Erscheinungsbild verleiht. Auffällig sind zudem die deutlich verbreiterten hinteren Kotflügel, die Platz für größere Reifen schaffen und gleichzeitig die gesteigerte Leistung unterstreichen. Diese Änderungen sind nicht rein ästhetischer Natur, sondern stehen in direktem Zusammenhang mit der verbesserten Fahrdynamik – und das nun seit 55 Jahren.

55 Jahre nach seinem Debüt steht der Miura SV weiterhin für den Ursprung einer Philosophie, die einige der begehrtesten und kompromisslosesten V12-Modelle von Lamborghini hervorgebracht hat. Mehr als nur eine Bezeichnung ist Super Veloce zu einem bleibenden Vermächtnis und zu einem festen Bestandteil der DNA und Geschichte der Marke geworden.

Lamborghini Miura SV (1971–1973)

Motor: 3,9-Liter-V12, 385 CV bei 7.850 U/min, 388 Nm bei 5.500 U/min
Höchstgeschwindigkeit: über 290 km/h
0–100 km/h: 5,5 s
Leergewicht: 1.245 kg
Verbesserungen: getrennte Motor- und Getriebeschmierung, breitere Hinterachse für bessere Traktion, modifizierte Hinterradaufhängung, höhere Leistung, schneller und besser kontrollierbar, teilweise mit Sperrdifferenzial
Besonderheiten: letzte Version der Miura-Baureihe, keine Scheinwerferabdeckungen, modernes Erscheinungsbild, höchste Leistung und beste Straßenlage der Baureihe
Preis: 8.600.000 Lire

Unternehmen

Gegründet im Jahr 1963 in Sant’Agata Bolognese bei Bologna, ist Automobili Lamborghini einer der weltweit führenden Namen im Bereich luxuriöser Supersportwagen und prägt die Zukunft dieses Segments durch kompromisslose Leistung, Design und Emotion. Verwurzelt in einer zu 100 Prozent italienischen Identität und getragen von einer globalen Gemeinschaft, die von Leidenschaft, Handwerkskunst und Menschen geprägt ist, verbindet das Unternehmen technologische Innovation mit authentischer Rennsport-DNA – wobei der Motorsport sowohl als strategisches Entwicklungslabor als auch als zentraler Ausdruck der Marke dient.

Von ikonischen Modellen wie dem Miura, Countach, Diablo und Aventador bis hin zu limitierten Fahrzeugen wie dem Sesto Elemento und dem Fenomeno[1] hat Lamborghini konsequent dauerhafte Werte durch Exklusivität, Individualisierung und Handwerkskunst geschaffen. Heute gliedert sich das vollständig hybridisierte Modellportfolio in drei Hauptfamilien: Revuelto, das erste HPEV mit V12-Motor; Urus SE[2], das erste Plug-in-Hybrid-Super-SUV; und Temerario[3], das V8-HPEV als Referenzmodell seiner Kategorie. Aus jeder Familie entstehen die extremsten Versionen, wie der Urus SE Performante[4], ein authentischer Ausdruck der Marke und ihrer besonders leistungsorientierten Seele.

Mit über 3.000 Mitarbeitenden und einem Netzwerk von 186 Händlern in 57 Ländern setzt Automobili Lamborghini sein verantwortungsvolles Wachstum fort, getragen von langfristiger Vision, Innovation und Nachhaltigkeit

 

[1] Das Fahrzeug wird noch nicht zum Verkauf angeboten und unterliegt daher nicht der Richtlinie 1999/94/EG. Verbrauchs- und Emissionsdaten in Prüfung

[2] Urus SE (WLTP): Energieverbrauch (gewichtet kombiniert): 21,4 kWh/100 km plus 5,71 l/100 km; CO₂-Emissionen (gewichtet kombiniert): 140 g/km; CO₂-Klasse (gewichtet kombiniert): E; CO₂-Klasse bei entladener Batterie: G; Kraftstoffverbrauch bei entladener Batterie (kombiniert): 12,9 l/100 km

[3] Temerario (WLTP): Energieverbrauch (gewichtet kombiniert): 6,4-4,3 kWh/100 km plus 11,2-10,3 l/100 km; CO₂-Emissionen (gewichtet kombiniert): 272-252 g/km; CO₂-Klasse (gewichtet kombiniert): G; CO₂-Klasse bei entladener Batterie: G; Kraftstoffverbrauch bei entladener Batterie (kombiniert): 14 l/100 km.

[4] Das Fahrzeug wird noch nicht zum Verkauf angeboten und unterliegt daher nicht der Richtlinie 1999/94/EG. Verbrauchs- und Emissionsdaten in Prüfung

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